Persönlichkeitsstörungen – verstehen statt vorschnell beurteilen

Was sind Persönlichkeitsstörungen?

Jeder Mensch hat individuelle Eigenschaften, Gewohnheiten und Verhaltensweisen. Von einer Persönlichkeitsstörung spricht man, wenn bestimmte Muster des Erlebens und Verhaltens dauerhaft ausgeprägt und wenig flexibel sind und dadurch erheblicher Leidensdruck oder Schwierigkeiten im Alltag entstehen.

Betroffen sein können beispielsweise das Selbstbild, der Umgang mit Gefühlen, zwischenmenschliche Beziehungen und die Impulskontrolle.

Persönlichkeitsstörungen sind unterschiedlich ausgeprägt. Sie lassen sich nicht auf einzelne Verhaltensweisen oder einen schwierigen Charakter reduzieren.

Welche Anzeichen können auftreten?

Je nach Ausprägung können unter anderem folgende Schwierigkeiten vorkommen:

  • starke oder schwer steuerbare Gefühle

  • anhaltende Unsicherheit im Selbstbild

  • Schwierigkeiten in Beziehungen

  • ausgeprägte Ängste vor Zurückweisung

  • impulsives Verhalten

  • starre Erwartungen an sich selbst oder andere

  • Probleme im Umgang mit Konflikten

Diese Merkmale sind nicht automatisch Hinweise auf eine Persönlichkeitsstörung. Entscheidend sind das längerfristige Gesamtbild und die Auswirkungen auf das Leben.

Wie entstehen Persönlichkeitsstörungen?

Die Entstehung kann durch mehrere Faktoren beeinflusst werden. Dazu gehören genetische und biologische Voraussetzungen, persönliche Entwicklung, Beziehungserfahrungen und belastende Lebensbedingungen.

Es gibt keine einzelne Ursache, die alle Persönlichkeitsstörungen erklärt. Auch lässt sich aus dem Verhalten eines Menschen nicht zuverlässig auf seine Kindheit oder seine familiäre Situation schließen.

Wie erfolgt die Diagnose?

Die Diagnostik erfolgt durch qualifizierte Fachpersonen. Sie berücksichtigen längerfristige Verhaltensmuster, die persönliche Entwicklung, den Leidensdruck und mögliche andere psychische oder körperliche Ursachen.

Eine Diagnose darf nicht allein aufgrund eines Konflikts oder einzelner unangenehmer Verhaltensweisen gestellt werden.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Psychotherapie kann dabei helfen, Gefühle besser zu regulieren, Beziehungen zu gestalten, belastende Denkmuster zu verändern und neue Bewältigungsstrategien zu entwickeln.

Je nach Situation können zusätzliche Behandlungen erforderlich sein. Medikamente behandeln nicht pauschal eine Persönlichkeitsstörung, können aber bei bestimmten Begleitbeschwerden ärztlich erwogen werden.

Veränderungen brauchen häufig Zeit. Dennoch können sich Beschwerden und Verhaltensmuster im Verlauf verbessern.

Was können Angehörige tun?

Angehörige können Verständnis zeigen und gleichzeitig ihre eigenen Grenzen schützen.

Hilfreich sind klare Absprachen, respektvolle Kommunikation und Unterstützung bei Bedarf. Niemand muss verletzendes oder bedrohliches Verhalten hinnehmen, nur weil eine psychische Erkrankung vorliegt.

Auch Angehörige können Beratung in Anspruch nehmen, um die eigene Situation besser zu bewältigen.

Wie kann Lebenswege unterstützen?

Lebenswege Niederösterreich Süd bietet psychosoziale Begleitung und Orientierung bei familiären, sozialen und persönlichen Belastungen.

Wir unterstützen dabei, die eigene Situation zu ordnen, Belastungen anzusprechen und geeignete Beratungs- und Behandlungsangebote zu finden.

Wir stellen keine psychiatrischen Diagnosen und ersetzen keine Psychotherapie.

Unser Grundsatz: Menschen sind mehr als eine Diagnose. Wir begegnen ihnen respektvoll und berücksichtigen zugleich die Bedürfnisse und Grenzen ihres Umfelds.

Weiterführende Informationen: Österreichisches Gesundheitsportal – Persönlichkeitsstörungen.

Wie kann Lebenswege unterstützen?

Lebenswege Niederösterreich Süd bietet psychosoziale Begleitung und Orientierung bei familiären, sozialen und persönlichen Belastungen.

Wir unterstützen dabei, die eigene Situation zu ordnen, Belastungen anzusprechen und geeignete Beratungs- und Behandlungsangebote zu finden.

Wir stellen keine psychiatrischen Diagnosen und ersetzen keine Psychotherapie.

Unser Grundsatz: Menschen sind mehr als eine Diagnose. Wir begegnen ihnen respektvoll und berücksichtigen zugleich die Bedürfnisse und Grenzen ihres Umfelds.

Weiterführende Informationen: Österreichisches Gesundheitsportal – Persönlichkeitsstörungen.