
Schizophrenie – Symptome verstehen und Unterstützung finden
Schizophrenie ist eine psychische Erkrankung, bei der sich Wahrnehmung, Denken, Gefühle und Verhalten verändern können. Betroffene erleben die eigene Umgebung zeitweise anders als zuvor. Die Erkrankung kann sehr belastend sein – sowohl für die betroffene Person als auch für Angehörige und nahestehende Menschen.
Schizophrenie ist behandelbar. Mit geeigneter medizinischer und psychosozialer Unterstützung können viele Betroffene ihren Alltag gestalten und persönliche Ziele verfolgen.
Was ist Schizophrenie?
Bei einer Schizophrenie können sogenannte psychotische Phasen auftreten. In diesen Phasen kann es schwerfallen, zwischen eigenen Wahrnehmungen und der äußeren Wirklichkeit zu unterscheiden.
Der Begriff bedeutet nicht, dass ein Mensch mehrere Persönlichkeiten hat. Schizophrenie ist auch nicht mit einer dissoziativen Identitätsstörung gleichzusetzen.
Welche Symptome können auftreten?
Die Beschwerden sind individuell unterschiedlich. Mögliche Anzeichen sind:
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Veränderte Wahrnehmung: Betroffene hören beispielsweise Stimmen, obwohl keine entsprechende äußere Geräuschquelle vorhanden ist.
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Wahnvorstellungen: Manche Menschen fühlen sich verfolgt, beobachtet oder durch andere beeinflusst.
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Veränderungen des Denkens und Sprechens: Gedanken können ungeordnet wirken oder es fällt schwer, Gesprächen zu folgen.
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Sozialer Rückzug: Kontakte, Freizeitaktivitäten oder berufliche Aufgaben können zunehmend schwerfallen.
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Antriebsmangel und Konzentrationsprobleme: Gewohnte Tätigkeiten kosten mehr Kraft.
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Veränderungen im Gefühlsausdruck: Gefühle können nach außen weniger deutlich erkennbar sein.
Nicht alle Symptome treten bei allen Betroffenen auf. Ähnliche Beschwerden können auch andere Ursachen haben und sollten fachlich abgeklärt werden.
Wie entsteht Schizophrenie?
Die genauen Ursachen sind nicht vollständig geklärt. Fachleute gehen davon aus, dass mehrere Faktoren zusammenwirken können. Dazu zählen unter anderem die genetische Veranlagung, Veränderungen biologischer Prozesse, belastende Erfahrungen und bestimmte Umweltfaktoren.
Es gibt keine einzelne Ursache, die bei allen Betroffenen gleichermaßen verantwortlich ist. Die Erkrankung ist weder ein persönliches Versagen noch einfach eine Folge mangelnder Willenskraft.
Wie wird Schizophrenie behandelt?
Die Diagnose erfolgt durch entsprechend qualifizierte Fachpersonen. Dabei werden die Beschwerden, ihre Entwicklung und mögliche andere Ursachen berücksichtigt.
Die Behandlung wird individuell abgestimmt. Sie kann Medikamente, Psychotherapie, psychosoziale Unterstützung und weitere Hilfen umfassen. Bei ausgeprägten akuten Beschwerden kann eine Behandlung im Krankenhaus notwendig sein.
Ein verständnisvolles Umfeld, verlässliche Beziehungen und Unterstützung bei der Alltagsgestaltung können den Umgang mit der Erkrankung erleichtern.
Was können Angehörige tun?
Angehörige können helfen, indem sie ruhig und respektvoll bleiben, zuhören und Unterstützung anbieten. Wahrnehmungen, die für die betroffene Person real erscheinen, sollten nicht verspottet oder abgewertet werden. Gleichzeitig müssen Angehörige nicht alles selbst auffangen oder jede Situation allein lösen.
Bei Veränderungen, die auf eine akute Krise hindeuten, sollte professionelle Hilfe eingeschaltet werden.
Wie unterstützt Lebenswege Niederösterreich Süd?
Lebenswege bietet psychosoziale Begleitung, Orientierung und Unterstützung in belastenden Lebenssituationen. Wir hören zu, helfen dabei, die persönliche Situation zu ordnen, und unterstützen bei der Suche nach geeigneten Anlaufstellen oder bei organisatorischen Herausforderungen.
Wir stellen keine psychiatrischen Diagnosen und bieten keine Psychotherapie, medizinische Behandlung oder Pflege an. Unsere Begleitung ergänzt bestehende professionelle Angebote, ersetzt sie aber nicht.
Wichtig: Bei einer akuten psychiatrischen Krise oder unmittelbarer Gefahr rufen Sie in Österreich die Rettung unter 144.
Weiterführende Informationen
Österreichisches Gesundheitsportal: Schizophrenie – Symptome, Diagnose und Therapie