Schulung: Grenzen der Tätigkeit – Sicherheit und Klarheit für unsere Lebenshelfer:innen

Veröffentlicht am 7. Oktober 2026 um 10:04

Am 7. Oktober 2026 fand bei Lebenswege Niederösterreich Süd eine wichtige Schulung für unsere aktiven Lebenshelfer:innen statt. Im Mittelpunkt standen die Grenzen der Tätigkeit und die professionelle Rolle unserer Lebenshelfer:innen.

Unsere Lebenshelfer:innen begleiten Menschen in belastenden Lebenssituationen und sind dabei oft eine wichtige erste Anlaufstelle. Sie hören zu, geben Orientierung, unterstützen bei der Bewältigung schwieriger Situationen und helfen dabei, gemeinsam nächste Schritte zu finden.

Gerade weil diese Arbeit sehr persönlich und vertrauensvoll ist, ist es wichtig, die eigenen Aufgaben und Grenzen genau zu kennen.

Helfen heißt auch, die eigenen Grenzen zu kennen

In der Schulung wurde deshalb gemeinsam besprochen:

  • Was gehört zur Tätigkeit eines Lebenshelfers bzw. einer Lebenshelferin?

  • Wo endet die eigene Zuständigkeit?

  • Was unterscheidet psychosoziale Begleitung von Pflege, Therapie oder medizinischer Betreuung?

  • Wann ist es notwendig, eine Fachstelle oder andere professionelle Unterstützung einzubeziehen?

  • Wie gehen wir mit schwierigen oder außergewöhnlichen Situationen um?

  • Wie können persönliche Grenzen gewahrt und gleichzeitig menschliche Nähe ermöglicht werden?

Dabei wurde besonders deutlich: Grenzen sind keine Mauern. Sie geben Sicherheit.

Unsere Lebenshelfer:innen sollen Menschen nicht alleine lassen. Gleichzeitig müssen sie nicht alles selbst lösen. Ihre Aufgabe besteht auch darin, Situationen richtig einzuschätzen, Orientierung zu geben und – wenn notwendig – die richtigen weiteren Unterstützungsangebote einzubeziehen.

Professionell helfen bedeutet nicht, alles selbst zu machen

Lebenswege Niederösterreich Süd versteht sich als Brücke zwischen Menschen und bestehenden Unterstützungsangeboten. Deshalb ist die Kenntnis der eigenen Rolle ein wichtiger Bestandteil unserer Qualität.

Unsere Lebenshelfer:innen ersetzen keine medizinische, pflegerische oder therapeutische Fachleistung. Sie begleiten, entlasten, hören zu, geben Orientierung und helfen dabei, passende weitere Unterstützung zu finden.

Diese klare Abgrenzung schützt nicht nur die Menschen, die wir begleiten. Sie schützt auch unsere ehrenamtlich tätigen Lebenshelfer:innen und gibt ihnen Sicherheit für ihre tägliche Arbeit.

Qualität bedeutet auch Verantwortung

Die Schulung ist Teil unserer laufenden Weiterentwicklung und unseres Anspruchs, unsere Lebenshelfer:innen gut auf ihre Tätigkeit vorzubereiten.

Denn für uns bedeutet Qualität nicht nur, für Menschen da zu sein. Qualität bedeutet auch, zu wissen, was wir können, was wir nicht können und wann wir andere Fachstellen brauchen.

So entsteht Unterstützung, die menschlich, verlässlich und verantwortungsvoll ist.

Brücken statt Mauern. Ergänzen statt ersetzen. Gemeinsam statt einsam.