Erkrankungen & Pflege – Infos für Angehörige

Psychische Erkrankungen

Psychische Erkrankungen beeinflussen Denken, Fühlen und Verhalten und können das Leben Betroffener stark verändern. Dazu gehören z. B. Depressionen, Angstzustände oder Belastungsreaktionen, die den Alltag und Beziehungen belasten können. Unterstützung durch Gespräche, Therapie oder Beratung kann helfen, Krisen zu bewältigen. Angehörige spielen eine wichtige Rolle als Begleiter, sind aber auch auf Entlastung und Austausch angewiesen.
Link: Gesundheitsportal Österreich – Psyche & Seele

Herz‑Kreislauf‑Erkrankungen

Herz‑Kreislauf‑Erkrankungen umfassen Bedingungen wie Arteriosklerose oder Bluthochdruck, die den Blutfluss im Körper beeinträchtigen. Sie können zu Beschwerden wie Atemnot, Brustschmerzen oder Müdigkeit führen und sind mit zunehmendem Alter häufiger. Eine gesunde Ernährung, Bewegung und medizinische Betreuung senken Risiken. Angehörige unterstützen bei Arztbesuchen, Medikamenten und Tagesstruktur.
Link: Infos zu Herz‑Kreislauf-Erkrankungen

Diabetes mellitus

Diabetes mellitus ist eine chronische Stoffwechselerkrankung mit dauerhaft erhöhtem Blutzucker. Sie erhöht das Risiko von Folgeerkrankungen wie Nervenschäden oder Augenerkrankungen. Behandelt wird Diabetes mit Ernährung, Bewegung und oft medikamentöser Therapie. Angehörige helfen beim Alltag und bei der Blutzuckerkontrolle.
Link: Infos zu Diabetes

Demenz & Alzheimer

Demenz bezeichnet den fortschreitenden Verlust geistiger Fähigkeiten wie Gedächtnis, Orientierung oder Urteilskraft. Die häufigste Form ist Alzheimer, bei der diese Fähigkeiten besonders stark beeinträchtigt sind. Betroffene benötigen zunehmend Hilfe im Alltag, und Angehörige übernehmen oft wichtige Unterstützungsaufgaben. Geduld, Struktur und Verständnis erleichtern den Umgang.
Link: Infos zu Demenz & Alzheimer

Chronische Atemwegserkrankungen

Chronische Atemwegserkrankungen wie COPD verschlechtern die Lungenfunktion und beeinträchtigen die Atmung. Betroffene erleben oft anhaltende Atemnot oder Husten, insbesondere bei Belastung. Lebensstiländerungen, Atemtherapie und ärztliche Begleitung können Beschwerden lindern. Angehörige unterstützen bei Alltagsaktivitäten und Medikamentenmanagement.
Link: Infos zu chronischen Atemwegserkrankungen

Sturzfolgen & Mobilität

Stürze gehören im Alter zu den häufigsten Unfallursachen und können zu Knochenbrüchen oder Bewegungseinschränkungen führen. Eingeschränkte Mobilität verringert Selbstständigkeit und Lebensqualität. Präventionsmaßnahmen wie sichere Wohnumgebung und Assistenz minimieren Risiken. Angehörige unterstützen bei Bewegung, Mobilisation und Hilfsmitteln.
Link: Infos zur Sturzprävention

Chronische Schmerzen

Chronische Schmerzen wie bei Arthrose oder Rückenproblemen begleiten viele Menschen langfristig und beeinträchtigen Schlaf, Bewegung und Alltag. Eine Mischung aus Bewegung, Therapie und Schmerzmanagement hilft vielen Betroffenen. Angehörige leisten emotionale Unterstützung und helfen bei Alltagsplanung. Schmerzfreiheit ist nicht immer möglich, aber Linderung kann Lebensqualität verbessern.
Link: Infos zu chronischen Schmerzen

Unterernährung / Ernährung im Alter

Unterernährung bedeutet, dass der Körper nicht ausreichend mit Nährstoffen versorgt wird. Besonders ältere Menschen sind gefährdet, weil Appetit, Essverhalten oder Stoffwechsel verändert sind. Eine ausgewogene Ernährung stärkt Immunsystem und Energie. Angehörige unterstützen beim Einkauf, Zubereiten und gemeinsamen Essen.
Link: Infos zu Ernährung im Alter

Chronische Nierenerkrankungen

Chronische Nierenerkrankungen vermindern die Fähigkeit der Nieren, Abfallstoffe aus dem Blut zu filtern. Sie beeinflussen Wasser‑ und Elektrolythaushalt sowie Blutdruck. Therapie beinhaltet regelmäßige Kontrolle, diätetische Maßnahmen und ggf. Dialyse. Angehörige unterstützen bei Terminplanung und Medikamentenorganisation.
Link: Infos zu chronischen Nierenerkrankungen

Schlaganfall

Ein Schlaganfall ist ein lebensbedrohlicher Notfall, bei dem die Durchblutung des Gehirns plötzlich gestört wird. Er führt oft zu Lähmungen, Sprach‑ oder Wahrnehmungsstörungen und erfordert sofortige Behandlung. Rehabilitation und Nachsorge reduzieren Folgeschäden und helfen bei der Rückkehr in den Alltag. Angehörige unterstützen bei Therapie und Alltagsanpassung.
Link: Infos zu Schlaganfall

Parkinson

Morbus Parkinson ist eine neurologische Erkrankung, die Bewegungsstörungen, Tremor und Muskelsteifheit verursacht und meist im höheren Alter auftritt. Sie entsteht durch das Absterben Dopamin produzierender Nervenzellen im Gehirn. Die Behandlung zielt auf Linderung von Symptomen und Verbesserung der Lebensqualität ab. Angehörige begleiten Therapie, Bewegung und Sicherheit im Alltag.
Link: Infos zu Parkinson

Pflege, Pflegestandards & Qualität

Häusliche Pflege

Häusliche Pflege unterstützt Menschen, die aufgrund von Krankheit, Alter oder Einschränkungen Hilfe im Alltag brauchen. Sie umfasst medizinische Betreuung, Unterstützung bei Körperpflege, Ernährung und Mobilität sowie psychosoziale Begleitung. Professionelle Pflegedienste arbeiten nach gesetzlich festgelegten Standards, damit Pflege sicher, fachgerecht und zuverlässig erfolgt. Angehörige können sich aktiv einbringen, z. B. bei Planung, Organisation oder Beobachtung der Pflege.
Link: Häusliche Pflege in Österreich

Pflegestandards

Pflegestandards sind verbindliche Leitlinien für die Durchführung von Pflegeleistungen. Sie sorgen dafür, dass Pflege fachlich korrekt, einheitlich und nachvollziehbar erbracht wird. Standards betreffen Hygiene, Mobilisation, Ernährung, Schmerzmanagement und Kommunikation mit Betroffenen. Durch die Einhaltung von Standards wird Qualität und Sicherheit in der Pflege gewährleistet.
Link: Pflegestandards Österreich

Qualitätssicherung in der Pflege

Qualitätssicherung überwacht Pflegeprozesse, prüft die Einhaltung von Standards und fördert kontinuierliche Verbesserung. Sie umfasst interne und externe Kontrollen, Audits, Fortbildungen und Feedbacksysteme. Ziel ist, die Versorgung sicher, effizient und auf dem neuesten fachlichen Stand zu halten. Angehörige können durch Beobachtung, Fragen und Rückmeldungen ebenfalls zur Qualität beitragen.
Link: Qualitätssicherung in der Pflege

Pflegedokumentation & Rechte

Pflegedokumentation ist die schriftliche Aufzeichnung aller Maßnahmen, Beobachtungen und Entwicklungen im Pflegealltag. Sie dient der Nachvollziehbarkeit, Qualitätskontrolle, Kommunikation zwischen Pflegekräften und Übergaben im Team. Angehörige haben das Recht, Einsicht in die Pflegedokumentation zu nehmen, wenn sie aktiv in die Pflege eingebunden sind. So können sie nachvollziehen, welche Maßnahmen durchgeführt werden und Fragen gezielt klären.
Link: Pflegedokumentation Österreich

Recht & Unterstützung für Angehörige

Angehörige haben Anspruch auf Beratung, Unterstützung und Entlastungsangebote. Dazu gehören Schulungen, Selbsthilfegruppen, finanzielle Entlastungen und die Möglichkeit, aktiv in die Pflegeplanung eingebunden zu werden. Frühzeitige Information und Orientierung erleichtern den Alltag und sichern eine hochwertige Versorgung.
Link: Angehörigen-Infos & Unterstützung